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Mennoniten im Chaco

Der Chaco ist Südamerikas größtes Trockensavannengebiet, seine Tierwelt eine der vielfältigsten des Kontinents. Als die ersten Mennoniten Ende der 1920er Jahre nach Paraguay kamen, hat man sie in die „grüne Hölle“ geschickt. Durch festen Glauben, Ideenreichtum und harte Arbeit haben es die Mennoniten jedoch geschafft, die unwirtliche Gegend fruchtbar und ertragreich zu machen. Heute sind die drei Kolonien Menno, Fernheim und Neuland einer der größten Wirtschaftsfaktoren des Landes. Fahren Sie mit uns in den Chaco und überzeugen Sie sich davon, dass der Wille sprichwörtlich Berge versetzen kann!

Tag 1 – Loma Plata

Die älteste aller Mennoniten-Kolonien in Paraguay ist Menno. 1927 von Auswanderern aus Kanada unter größten Opfern, Entbehrungen und Not gegründet, verwandelten die fleißigen Kolonisten die “grüne Hölle” in fruchtbares Weide- und Ackerland. Zentrum der Kolonie ist Loma Plata. Nach frühem Aufbruch in Asunción beginnt hier unsere Tour. Zunächst besuchen wir die Salzlagune „Laguna Capitan“. Jedes Jahr sammeln sich hier in den natürlich entstandenen Salzseen unzählige Flamingos, um zu überwintern. Direkt neben der Lagune befindet sich die Viehaufzuchtstation der Mennoniten. Nächstes Ziel ist die Milchfabrik “Trebol”. Pro Tag werden hier bis zu 330.000 Liter Milch produziert, die man ins ganze Land verkauft, und aus der man Käse und Joghurt hergestellt. Darüber hinaus werden im Schlachthof „FrigoChorti“ an die 900 Rinder pro Tag geschlachtet – das ohne dabei Abfälle zu produzieren. Noch am Abend fahren wir weiter nach Filadelfia. Hier übernachten wir im Hotel Florida.

Tag 2 – Filadelfia, Neu-Halbstadt und Besuch der Nivaclé-Indianer

1930, drei Jahre später als Menno, wurde die Kolonie Fernheim mit Filadelfia als Hauptstadt gegründet. Neu-Halbstadt, Zentrum der Kolonie Neuland folgte 1947. Heute ist Filadelfia die größte Stadt im Chaco. In eigenen Siedlungen am Stadtrand leben zudem mehrere Indianerstämme. Nach dem Frühstück besuchen wir das Jakob Unger Museum und die Radiostation ZP30. Am frühen Nachmittag dann fahren wir nach Neuland. Schon auf dem Weg dorthin kommen wir an zahlreichen für den Chaco so typischen Flaschenbäumen vorbei, und sicher sehen wir auch Caranchos, die im Chaco weit verbreiteten Raubvögel, die stark an Falken erinnern. In Neuland erfahren wir im Detail, wie mennonitische Schaffenskraft funktioniert. Allein die künstlich angelegten Seen, die bei starken Regenfällen vollaufen, Mensch und Tier als Trinkwasserreservoire dienen und sich gleichzeitig für die Fischzucht eignen, zeugen von Einfallsreichtum. Zum Abschluss besuchen wir dann das nahe gelegene Dorf der Nivaclé-Indianer, die trotz ihrer Armut immer fröhlich zu sein scheinen. Vor allem die Kinder freuen sich, wenn Fremde ins Dorf kommen, und laufen und springen kreischend herum. Am Abend fahren wir wieder zurück nach Filadelfia.

Tag 3 – Neuland, Fortín Boqueron

Bevor es am dritten Tag zurück nach Asunción geht, machen wir noch einen Abstecher in das etwas abgelegene „Fortín Boqueron“. Hier fand 1932 eine der wichtigsten und brutalsten Schlachten des Chaco-Krieges statt. 1.200 bolivianische Soldaten hatten sich an der strategisch wichtigen Wasserstelle verschanzt. Die zahlenmäßig überlegenen paraguayischen Truppen kesselten die Bolivianer jedoch ein, und konnten den Stützpunkt zurückerobern. Die Schlacht dauerte 20 Tage, und am Ende hatten beide Seiten schwere Verluste zu verzeichnen. Bei einem Gang durch das weitläufige Gelände bekommt man ein Gefühl dafür, wie es einst für die Soldaten bei 50 Grad im Schatten und bei absoluter Trockenheit gewesen sein muss, im Schützengraben zu liegen.

Preis
Die 3-tägige Reise kostet Gs 2.179.000,-* pro Person. Im Reisepreis sind die Kosten für Fahrzeuge, Tourguides, Eintrittspreise sowie zwei Übernachtungen inklusive Frühstück in Filadelfia enthalten.

Bei Interesse an dieser oder anderen Reisen oder einfach auch für mehr Informationen kontaktieren Sie uns unter:

Kontakt
Tel.: +595 (0)981 – 75 48 90
Fax: +49 (0)721 – 151 423 141
E-Mail: rene.kluge@republik-paraguay.de

* Die für die Touren auf der Website angegebenen Preise sind Einzelpreise in Landeswährung, Guaraní, bei zwei Reisenden. Reisen mehr als zwei Personen, reduziert sich der Preis pro Person entsprechend. Das heißt: „je mehr Teilnehmer, desto günstiger“.