3.1. Typisch Paraguay »

Paraguay ist eben doch anders!
[21. Sep 2008 | Kein Kommentar | 549 x gelesen]

Teréré – was ist das? Was entspannt am Besten? Richtig: Tee. Und den gibt es in Paraguay in allen erdenklichen Formen und Geschmäckern. Ob heiß oder kalt, mit Pfefferminz oder Anis, mich Milch oder ohne – im Winter gibt es Mate, im Sommer Teréré. Was in England Stilbruch wäre, ist in Paraguay gesellig und ganz normal: Man trinkt aus nur einem Becher. Dieser, zu einem Drittel mit Yerba-Mate-Kräutern gefüllt, geht Reih um bis die Thermokanne leer ist. Getrunken wird dabei durch ein kleines metallisches Trinkröhrchen. Das entspricht natürlich nicht immer dem europäischen Hygieneverständnis, so viel ist klar. Doch in Paraguay trägt man Thermokanne und Trinkbecher immer bei sich. Egal, ob im Bus, im Büro oder beim Shoppen. Lesen Sie weiter »


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Busfahren in Paraguay
[21. Sep 2008 | Kein Kommentar | 583 x gelesen]

In Paraguay kann Busfahren mitunter zur Herausforderung werden, vor allem für Ausländer und Nichtkenner. Für die scheint es oft so, als rasen die Busse ohne Ziel kreuz und quer durch die Stadt. Einen Busfahrplan gibt es nicht und auch keine Abfahrtzeiten. Richtige Haltestellen ebenfalls nur wenige. In Paraguay stellt man sich an die Straße und streckt einfach die Hand heraus, wenn der Bus kommt. Das Geheimnis ist Wissen – oder fragen, denn im Grunde sind die Buslinien gut organisiert, wenn man denn weiß, welcher Bus wohin fährt. Lesen Sie weiter »


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Zeit und Wetter
[16. Sep 2008 | Kein Kommentar | 499 x gelesen]

Die Zeit
Wer von Europa nach Paraguay kommt, hat gleich mit einer ganzen Hand voll Widrigkeiten zu kämpfen: lange Flugzeiten, Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist die Zeitverschiebung. Sie beträgt von Deutschland nach Paraguay zwischen 4 und 6 Stunden, je nach Jahreszeit,  und wirft das eigene Zeitgefühl zuweilen völlig durcheinander. Der Unterschied entsteht durch den Wechsel von Sommer- und Winterzeit. Im europäischen Winter ist Deutschland Paraguay 4 Stunden voraus, im europäischen Sommer 6 Stunden.

Das Wetter
Das Wetter in Paraguay ist subtropisch geprägt. Es kann jederzeit, ganz plötzlich, anfangen in Strömen zu regnen, genauso schnell hört es manchmal wieder auf. Oft wird der Regen von Sturm und Gewitter begleitet, die so stark sind, dass sie selbst die Hauptstraßen Asuncions überfluten.

Im Sommer (Dezember, Januar, Februar) ist es sehr heiß, dazu vielfach regnerisch. Die Temperaturen übersteigen oft die 40 Grad Marke. Da wirkt der Regen schon mal wie eine willkommende Abwechslung. Allerdings kann es auch passieren, dass es innerhalb weniger Minuten so heftig schüttet, dass viele Straßen und Wege unbefahrbar werden, selbst in Asunción.

Im Herbst (März, April, Mai) ist das Wetter wechselhaft - Temperaturschwankungen innerhalb weniger Stunden von 10 bis 15 Grad, begleitet von Sturm und Regen, sind keine Seltenheit. Windstille und schwüle Hitze ebensowenig. Das Wetter wirkt in dieser Zeit zum Teil chaotisch.

Im Winter (Juni, Juli, August) sind die Tage meist angenehm warm, nachts hingegen sinkt die Temperatur beinahe bis auf den Gefrierpunkt ab.

Der Frühling (September, Oktober, November) ist die trockenste Zeit des Jahres. Meist ist es sehr warm. Im November kann es bisweilen sogar extrem heiß werden. In diese Jahreszeit fällt vor allem die Blütezeit vieler Pflanzen.


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Von Schlaglöcher und anderen Widrigkeiten
[16. Sep 2008 | Kein Kommentar | 388 x gelesen]

Viele Straßen in Paraguay bedürfen einer Generalüberholung. Selbst in den Städten gibt es in fast jeder Straße kleinere oder größere Schlaglöcher und Spurrillen im Asphalt, wenn die Straße denn asphaltiert ist. In Paraguay passt man seine Fahrweise diesen und anderen Widrigkeiten am besten an, auch wenn das Auto unter der Belastung mitunter quietscht und knarrt. 

Mit der europäischen Fahrweise kommt man in Paraguay nicht weit. Selbst Südeuropäer hätten mit dem hiesigen Verkehr ihre liebe Mühe und Not. Es wird gehupt, gedrängelt und die Vorfahrt genommen oder alles gleichzeitig. Besonders die Busfahrer erwecken oftmals den Eindruck, als seien sie die einzigen auf der Straße. Und auch wenn man denkt, dass die Polizei den Verkehr schon regeln wird, ist man einem Irrtum aufgesessen. Bei schwarzen Abgaswolken und segender Sonne ist es für die Uniformierten schon ein Erfolg, nicht umgefahren zu werden. Das einzige, was den Verkehr ganz bestimmt beruhigt, ist jedoch ein plötzlich einsetzender Platzregen, der die Sicht oft auf wenige Meter begrenzt. Dann kommt der Verkehr - auch in Asunción - meist von ganz alleine zum Erliegen.

Richtig interessant wird es allerdings erst, wenn man die Städte verlässt. Hier fahren die meisten Leute zwar rücksichtsvoller, dafür aber hat man häufig mit noch schlechteren Straßenverhältnissen zu kämpfen. Solange man die Rutas, sprich geteerten Hauptstraßen, 

1 (Asunción – Encarnación), 2 (Asunción – Ciudad del Este), 3 (Asunción bis Amambay), 4 (San Juan Bautista – Pilar), 5 (Concepción bis Amambay), 6 (Ciudad del Este – Encarnación), 7 (Oviedo – Ciudad del Este), 8 (Oviedo – Caazapá) und 9 (Asunción bis Filadelfia)

benutzt, hat man wenig Probleme. Sobald man aber von den Rutas abfährt, verwandeln sich die Straßen in Schotterpisten, Sandwege und Waldwege. Mitunter kommt es sogar vor, dass eine asphaltierte Straße ganz plötzlich zu Ende ist und nur noch als Sandweg weiter führt, der erfahrungsgemäß, je länger er ist, immer schlechter wird. Will heißen, mit einem Geländewagen fährt man in Paraguay meist gut!  


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Die Kraft des Wassers
[16. Sep 2008 | Kein Kommentar | 419 x gelesen]

Viele Länder haben gar keines - Paraguay hat gleich zwei! Die Rede ist von Wasserkraftwerken, beide gespeist durch den Río Paraná.

Yacyretá
Das Wasserkraftwerk “Yacyretá” liegt im Süden Paraguays an der Grenze zu Argentinien am Río Paraná in der Nähe der argentinischen Stadt Corrientes. 

Der Staudamm hat eine Länge von insgesamt ca. 65 km, seine Höhe beträgt ca. 75 m. Damit gehört er zu den größten der Welt. Der Stausee erstreckt sich auf einer Fläche von 1.600 qkm. Das gemeinschaftlich von Argentinien und Paraguay betriebene Wasserkraftwerk produziert mit seinen 20 Turbinen knapp ein Fünftel des argentinischen Strombedarfs. Nach Paraguay geht ein wesentlich geringerer Teil, da Paraguay so das von Argentinien vorfinanzierte Projekt abbezahlt.

Eine Besonderheit Yacyretás ist der “Fischfahrstuhl”. Dieser hievt alle 2 Stunden die zum Laichen gegen den Strom des Río Paraná schwimmenden Fische um gut 20 m nach oben. Oben angekommen öffnet sich die Schleuse und alle sich im Fahrstuhl befindlichen Fische werden hinaus in den Fluss gespült.

Der Name “Yacyretá” stammt aus der Sprache der Guaraní-Indianer und zwei unterschiedliche Bedeutungen. Zum einen „Land des Mondes“ - hier setzt sich der Name aus den zwei Silben “Yacy” für ”Mond” und “Retá” für Ort zusammen - zum anderen „Ort des schwierigen Wassers“ - zusammengesetzt aus den drei Silben “Y” für Wasser, “Acy” für schwierig und “Retá” für Ort.

Das Bauwerk wirkt allein von außen schon imposant. Die Kraft des Wassers, von dem gut 800.000 Liter pro Sekunde durch jede der 20 Turbinen rauscht, spürt man jedoch erst, wenn man sich im Stauwerk selbst befindet.

Itaipú
Itaipú liegt ebenfalls am Rio Paraná, allerdings im Osten Paraguays bei Ciudad del Este, wo der Fluss die Grenze zu Brasilien bildet. Auch wenn der Stausee insgesamt kleiner ist, als der von Yacyretá, produziert das Wasserkraftwerk Itaipú mehr Strom. Es produziert jährlich sogar noch mehr Strom als der „Drei-Schluchten-Damm“ in China und liegt damit weltweit an erster Stelle. Der Damm benötigte 7 Jahre Bauzeit (von 1975 bis 1982), hat eine Länge von 7,7 km und eine Höhe von 196 m. Der Stausee hat eine Größe von 1.350 qkm und ist damit zweieinhalb mal so groß wie der Bodensee. Die ebenfalls 20 Turbinen haben eine Leistung von 12.500 Megawatt, und der Wasserdurchfluss beträgt 10.500 cbm pro Sekunde. Die Leistung entspricht etwa der von 12 Kernkraftwerken in Deutschland.

Der Name Itaipú stammt ebenfalls aus der Sprache der Guaraní-Indianer und bedeutet soviel wie „singender Fels“.  

Jeden Freitag- und Samstagabend wird Besuchern von Itaipú ein ganz besonderes Spektakel geboten: Eine Lichtershow, bei der 519 Scheinwerfer das komplette Staukraftwerk hell erleuchten.


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Was weht denn da?
[16. Sep 2008 | Kein Kommentar | 415 x gelesen]

Die aktuelle rot-weiß-blaue Trikolore wurde am 27. November 1842 offiziell in Paraguay eingeführt. Worauf die Idee der Flagge zurückgeht, ist nicht ganz geklärt. Es gibt einerseits die Vermutung, dass die paraguayischen Soldaten 1802 bei der Verteidigung von Buenos Aires gegen die Briten blaue, weiße und rote Flaggen mit sich führten, andererseits wird vermutet, dass der Diktator José Gaspar Rodríguez de Francia die Flagge einführte. Er war nämlich ein Verehrer Napoleon Bonapartes, und daher ist sie sehr stark an die französische Tricolore angelehnt.

Heute bedeutet die Flagge: Justicia (rot) = Gerechtigkeit, Paz (weiß) = Frieden und Libertad (blau) = Freiheit.

Außerdem gehört sie zu den einzigen beiden offiziellen Staatsflaggen weltweit, die verschiedene Symbole auf den beiden Flaggenseiten besitzt. Auf der Vorderseite befindet sich das Staatswappen und auf der Rückseite das Emblem des Finanzministeriums. Das wird durch einen gelben Löwen mit einer braunen Stange, auf der eine rote, phrygische Mütze mit den Worten Paz y Justicia sitzt, dargestellt. Das Staatswappen ist ein gelber Stern in einem blauen Kreis und soll den Unabhängigkeitstag (14. Mai 1811) symbolisieren.