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Von Schlaglöcher und anderen Widrigkeiten

16 September 2008 345 x gelesen No CommentDrucken Drucken eMail zum Artikel eMail zum Artikel

Viele Straßen in Paraguay bedürfen einer Generalüberholung. Selbst in den Städten gibt es in fast jeder Straße kleinere oder größere Schlaglöcher und Spurrillen im Asphalt, wenn die Straße denn asphaltiert ist. In Paraguay passt man seine Fahrweise diesen und anderen Widrigkeiten am besten an, auch wenn das Auto unter der Belastung mitunter quietscht und knarrt. 

Mit der europäischen Fahrweise kommt man in Paraguay nicht weit. Selbst Südeuropäer hätten mit dem hiesigen Verkehr ihre liebe Mühe und Not. Es wird gehupt, gedrängelt und die Vorfahrt genommen oder alles gleichzeitig. Besonders die Busfahrer erwecken oftmals den Eindruck, als seien sie die einzigen auf der Straße. Und auch wenn man denkt, dass die Polizei den Verkehr schon regeln wird, ist man einem Irrtum aufgesessen. Bei schwarzen Abgaswolken und segender Sonne ist es für die Uniformierten schon ein Erfolg, nicht umgefahren zu werden. Das einzige, was den Verkehr ganz bestimmt beruhigt, ist jedoch ein plötzlich einsetzender Platzregen, der die Sicht oft auf wenige Meter begrenzt. Dann kommt der Verkehr - auch in Asunción - meist von ganz alleine zum Erliegen.

Richtig interessant wird es allerdings erst, wenn man die Städte verlässt. Hier fahren die meisten Leute zwar rücksichtsvoller, dafür aber hat man häufig mit noch schlechteren Straßenverhältnissen zu kämpfen. Solange man die Rutas, sprich geteerten Hauptstraßen, 

1 (Asunción – Encarnación), 2 (Asunción – Ciudad del Este), 3 (Asunción bis Amambay), 4 (San Juan Bautista – Pilar), 5 (Concepción bis Amambay), 6 (Ciudad del Este – Encarnación), 7 (Oviedo – Ciudad del Este), 8 (Oviedo – Caazapá) und 9 (Asunción bis Filadelfia)

benutzt, hat man wenig Probleme. Sobald man aber von den Rutas abfährt, verwandeln sich die Straßen in Schotterpisten, Sandwege und Waldwege. Mitunter kommt es sogar vor, dass eine asphaltierte Straße ganz plötzlich zu Ende ist und nur noch als Sandweg weiter führt, der erfahrungsgemäß, je länger er ist, immer schlechter wird. Will heißen, mit einem Geländewagen fährt man in Paraguay meist gut!  

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